2.12.06

Vom Winde

Und du liegst da und wartest. Liegst im Sand und starrst in den Himmel. Ein Meer von Gedanken und Träumen brandet im Rhythmus des Lebens an dir. Der Wind zieht über die Dünen, um dich herum, an dir vorbei, über dich hinweg.
Du bist und weist, und weist nicht, dass du bist. Denn der Wind hat unter deine Arme gegriffen und dich angehoben. Der Wind des Vergessens, der Vergangenheit, des Verfalls hat dich genommen und davon getragen.
Keine Regung, keine Wehr, keine Scheu. Ihm ergeben verschwindest du im Meer der Träume.
Du streubst dich nicht, denn du weist nicht mehr, warum du hier bist. Du hast es vergessen. Hattest du es je gewusst? Würde es dich noch interessieren? Du hörst auf den Rhythmus der Wellen und wirst eine von ihnen. Ein Traum, der einer war, bevor er es wurde, weil er wusste, was er war.


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